Flugzeugingenieure – die Luft ist bereit
Die Luft ist bereit, weitere Luftfahrzeuge aufzunehmen. Hier oben ist noch genug Platz für Flugzeuge und andere Fluggeräte. Mit einer höheren Verkehrsdichte unter dem Himmel könnten endlich mal die überfüllten Straßen entlastet werden. Also sind Fachleute gefragt, die den Himmel neue Fahrzeuge schicken – und wer kann das besser als Flugzeugingenieure. Es soll aber besser und sicherer werden als beim Flugversuch von Ikarus.
Ausbildungsorte
Aber da brauchen wir bei unseren Flugzeugingenieuren keine Angst zu haben. Ihre vorzügliche Ausbildung und ihre Erfahrung gaben und geben Sicherheit. Doch wo sind in Deutschland ihre Ausbildungsstätten und Wirkungsbereiche?
In der FH Aachen ( Flugbetriebstechnik und Flugzeugbau) wird ausgebildet.
An der Universität Stuttgart kann Luft- und Raufahrttechnik studiert werden.
Ebenfalls gibt es Studienmöglichkeiten in Dresden, Berlin, Braunschweig und München, und nicht zu vergessen ist auch die Universität der Bundeswehr in München.
Viele Interessenten studieren auch im Ausland, u.a. in Zürich.
Einsatzorte
Ihr Können wird in Deutschland bei Airbus genutzt. In Hamburg/Finkenwerden wird seit 2008 die A320 endmontiert. Für den Typ A380 werden Kabinenausstattungen hergestellt und Lackierungen werden vorgenommen. Bremen ist mit 3000 Mitarbeitern ein großer deutscher Standort. Dort sind sicher viele Flugzeugingenieure im Einsatz. Bremen hat sich auf Landeklappen spezialisiert, die dort hergestellt werden. Selbstverständlich erfolgt dort auch entsprechende Überprüfung, und auch der Weiterentwicklung wird großes Augenmerk geschenkt. Auch hier können Flugzeugingenieure wirksam werden.
Buxtehude mit seinen 450 Mitarbeiten stellt Bestandteile für die Kabinenelektronik her. Auch für die Sitzelektronik wird dort gearbeitet. ( Für besonders gute Qualität wurde der Betrieb ausgezeichnet.)
In Stade werden Metallteile bearbeitet, vorrangig Stanz- und Fräsarbeiten. Aus europäischer Sicht ist Frankreich größter Standort beim Flugzeugbau. Spanien und England sind ebenfalls am Flugzeugbau beteiligt. Deutschland hat 16 000 Beschäftigte bei Airbus unter Vertrag, und dazu kommen noch 4800 Leiharbeiter.
Einsatzgebiete
Das Haupteinsatzgebiet für die Arbeit von Flugzeugingenieuren dürfte wohl der Flugzeugbau selbst sein. Da dies als Komplex gesehen wird, sind hierbei auch andere Luftfahrzeuge eingeschlossen, zum Beispiel Hubschrauber. Natürlich schließt sich nach dem Bau der Flugzeuge auch deren Wartung, Pflege, und wenn erforderlich auch Reparatur und Instandhaltung an.
An einen Flugzeugingenieur werden sehr hohe Forderungen gestellt. Das ist aufgrund der erforderlichen Flugsicherheit auch normal. Es versteht sich von selbst, dass Flugzeugingenieure die Geschichte der Flugzeuge, die Grundregeln der Physik und Mathematik beherrschen müssen. Die Ingenieure werden auch immer wieder mit Forschungsthemen konfrontiert. Wie überall, so gibt es auch hier keinen Stillstand. Der Strukturenentwicklung wird große Bedeutung beigemessen. Hier werden zum Beispiel neue Bauweisen entwickelt, wo auch neue Werkstoffe eingesetzt werden. Weitere Schwerpunkte in der Forschung liegen bei den Komplexen Flugsteuerung und Navigation. Schwerpunkt hierbei ist die ständige Verbesserung von Autopiloten. Sehr großes Augenmerk wird auf das Verständigungsverhältnis zwischen Mensch und Flugzeug gelegt. Ebenfalls ein wichtiges Forschungsgebiet für Flugzeugingenieure ist die Entwicklung der Triebwerke. Zielstellung ist hier natürlich eine höhere Leistung, welche durch bessere Kühltechnologien und der Verbesserung von Propellern erreicht werden soll.
Natürlich schwebt über allen Vorhaben der Geier namens “Kosten“. Hier wird von Gemeinkosten und Einzelkosten gesprochen. Vergleiche der Gesamtkosten von Flugzeugen sind schwer möglich, hier verwendet man oft die DOC, welche weitere Unterteilung ermöglichen. Zu den Gesamtkosten gehören u.a. die Wartung und Instandhaltung, die Besatzung, sowie die Abschreibung und die Kraftstoffe. Auch diese Arbeitsgebiete gehen an den Flugzeugingenieuren nicht vorbei.
